Iridoide in der Noni

Iridoide in der NoniIridoide sind sind sekundäre Pflanzenstoffe.

Iridoide sind in traditionellen Heilpflanzen und Heilkräutern enthalten (zB. Baldrian, Spitzwegerich, Waldmeister, Teufelskralle...) aber auch zB. in Olivenblättern.

 

In herkömmlichen Früchten sind sie selten enthalten, in der Nonifrucht aber reichlich vorhanden. Sie können für die Bewältigung von Stress eine wichtige Bedeutung haben (Adaptogene).

Pflanze nutzen sie, um sich unter anderem vor Stress bei der Anpassung an äußere Einwirkungen zu schützen(Adaptogen) und vor Fressfeinden.

 

Iridoide sind sehr stabil und abbaubeständig bei längerer Lagerung, was vermuten lässt, dass sie der Grund dafür sind, warum ein guter Nonisaft auch Monate nach Öffnen der Flasche nicht schimmelt, gärt oder schlecht wird.

 

Letztendlich sind Iridoide für viele Vorteile der traditionellen Heilpflanzen verantwortlich.

Grundsätzlich haben Iridoide folgende Wirkungen:

  • antimikrobiell (wirken gegen Mikroorganismen)
  • antifungal (wirken gegen Pilze)
  • antiphlogistisch (entzündungshemmend)
  • antioxidativ (wirksam gegen Oxidation, krebshemmend)
  • antiviral (wirksam gegen Viren und virale Infektion)
  • immunmodulierend
  • choleretisch
  • hepatoprotektiv
  • hypoglykämisch
  • lipidsenkend
    und weitere.

 

Weltweit wird geforscht, ob Iridoide vorteilhafte Wirkungen für Immunsystem, Herz und antioxidative Vorteile haben. Desweiteren wurden Studien gemacht, die eine anti-genotoxische Aktivität, also die DNA(Erbgut) schützende Wirkung von Iridoiden vermuten lassen.

 

Die wissenschaftliche Erforschung der Iridoide und ihrer Wirkungen ist mittlerweile in Gang gekommen, lässt aber noch einige interessante Erkenntnisse erwarten. Im Jahr 2010 fand das 1. Iridoid-Symposium in Provo/Utah (USA) statt mit Forschern und Wissenschaftlern  aus der ganzen Welt, u.a. auch aus Deutschland.

 

Iridoide kommen in der Natur in zahlreichen Variationen vor.

 

In der Nonifrucht sind mittlerweile 15 verschiedene Iridoide gefunden worden (Stand 2013) :

  • Asperuloside
  • Asperulosidic acid
  • Borreriagenin
  • Deacetylasperuloside
  • Deacetylasperulosidic acid
  • Citrifolinin B epimer a  
  • Citrifolinin B epimer b
  • 6α-Hydroxyadoxoside
  • 6β, 7β-Epoxy-8-epi-splendoside
  • Dehydromethoxygaertneroside
  • Epi-dihydrocornin
  • 9-Epi-6α-methoxy geniposidic acid
  • 4-Epi-dunnisinin
  • Scandoside methylester
  • Morindacin

 

In der Variation sind sie besonders wirksam. Untersuchungen aus USA haben ergeben, dass sich bei mehr Iridoiden(Dosierung) die Wirkung verstärkt, aber sich bei möglichst vielen verschiedene Iridoiden(Variation) die Wirkung geradezu potenziert. Der Markt reagiert mittlerweile mit Produkten, die sich diesen Mechanismus zu Nutze machen. So werden zur Morinda Citrifolia verschiedene weitere Frucht- und Pflanzensäfte aus traditionellen Heilpflanzen gemischt, die auch Iridoide enthalten.

 

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