Zulassung/Zertifizierung der Noni für den EU-Markt

Neuartige Lebensmittel wie die Noni (bot. Morinda Citrifolia L.) müssen für ihre Markteinführung in der EU von der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA (European Food Safety Athority)  zertifiziert werden.

Zulassung für Noni Saft

Ein einziger Hersteller hat seinen Noni-Fruchtsaft der novel food-Zertifizierung unterworfen, und so den Weg freigemacht für den legalen Verkauf von Noni-Saft in der EU.

Die EFSA hat die Entscheidung der Kommission zur Genehmigung des Inverkehrbringens von „Noni-Saft“ als neuartige Lebensmittelzutat am 5. Juni 2003 veröffentlicht.

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2003:144:0012:0012:DE:PDF

Allerdings ist hier festzustellen, dass die Zertifizierung sich nur als diesen Hersteller richtet (Morinda Inc. für den Tahitian Noni Juice). Alle anderen Hersteller haben ihre Produkte lediglich notifizieren (gleichstellen) lassen. Die Notifizierung geschied nur administrativ, also "auf dem Papier", es erfolgt keine chemische Prüfung. Bei der Zertifizierung hingegen wird das Produkt in einem aufwändigen, oft mehrere Jahre dauernden Verfahren eingehend geprüft und zahlreichen Tests unterzogen. Nur sehr wenig Hersteller (zB. Unilever, Danone) können für ihre Produkte auf solche Tests zurückblicken.

Die Sicherheit von Noni Saft wurde in einer Veröffentlichung der EFSA vom 6. September 2006 noch einmal bestätigt:

http://www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/376.htm

 

Sicherheit bei Noni Blätter

Auch die Sicherheit von Noni-Blättern für Tee wurde von der EFSA am 1. Juli 2008 bestätigt:

http://www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/769.htm

Eine entsprechende Entscheidung der Kommission wurde am 15. Dezember 2008 veröffentlicht: 

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2008:352:0046:0047:DE:PDF

 

Noni Püree und Noni Extrakte

Die dritte novel food-Zertifizierung erwirkte die Firma Morinda Inc. bei der EFSA am 13. März 2009 für Noni Fruchtpüree und Noni Konzentrate als Zutaten für Lebensmittel.

http://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/doc/998.pdf

 

Warum dieser Aufwand?

Da die Noni erst sehr spät den Weg nach Europa gemacht hat, ist sie voll unter die gesetzlichen Bestimmungen für novell food in der EU gefallen, was bei traditionellen Heilkräutern und anderen funktionellen Lebensmittel (Ginseng) nicht der Fall ist, weil sie schon lange vor dem 15. Mai 1997 (Stichtag) in der EU in Verkehr gebracht wurden, oder schon seit Jahrhunderten in unseren Landen genutzt werden.

Was anfangs wie eine große Benachteiligung der Noni aussah, hat sich als noch größerer Vorteil für die Nonipflanze herausgestellt. Denn dadurch wurden -um die europäische novel food-Zertifizierung der EFSA zu erlangen- viele Untersuchungen, Tests und Studien mit Noni durchgeführt. Auch extrem kostenintensive, und damit seltene, Doppel-Blind-Studien wurden gemacht, die so für kaum ein anderes Lebensmittel gemacht wurden.

 

Der große Vorteil für die Noni war aber, dass so nicht nur die nichtvorhandene Toxidität nun wissenschaflich einwandfrei belegt wurde, sondern dass die Fachwelt der Toxikologen auch auf die vielen guten Eigenschaften der Morinda citrifolia für den Menschen aufmerksam wurden.

 

Natürlich wurde jetzt weiter geforscht und untersucht, und zwar das von der Natur ideal zusammengesetzte Vitalstoff-Cocktail, das so nur in der Noni vorkommt, und riesige Vorteile für den Konsumenten birgt. Für den Konsument, der zuerst vor einer verdächtigen fremdartigen Knollenfrucht aus der Südsee beschützt werden sollte.
Die Anzahl der wissenschaftlichen Arbeiten, die sich mit dem Thema Noni befassen, ist Stand 2013 weltweit auf über 400 Publikationen angewachsten. Auch in Deutschland an der Universität Hamburg-Eppendorf wurden Studien und Dissertationen beispielsweise zur entzündungshämmenden Wirkung der Noni oder zur phytoöstrogenen Wirkung der Noniblätter gemacht, die sich vorteilhaft auf den Knochenbau auswirkt.

So haben wir heute Studien mit dem Nonisaft und Extrakten der Nonifrucht, den Noniblättern und sogar den Extrakten der Nonisamen.